Gesucht: eine schnelle, effiziente und innovative Art der Ideenfindung, die uns stimuliert und Spaß macht. Eine Methode, die mit der immer höher werdenden Erwartung an Geschwindigkeit auch mithalten kann.

Jetzt kommt Design Thinking ins Spiel. Diese Methode der kreativen Ideenfindung wurde in den letzten Jahren von immer mehr Unternehmen angewendet und somit immer populärer.

Genies arbeiten schon immer, immer, immer so. Verstehen und beobachten: Ich lasse mich auf etwas ganz ein. Etwas, das im Moment mehr Wichtigkeit hat, als ich selbst – sich vom Ziel ziehen lassen. Im Sport oder unter Zeitdruck hat jeder schon einmal die Erfahrung gemacht, dieses Gefühl, über sich hinaus zu wachsen. Dieses Gefühl trägt uns in Kreativität, also raus und über den eigenen Tellerrand. Zulassen muss man es können und wollen. Das kann man üben: immer, wenn ich glaube an einer Grenze zu sein, der Gewohnheit oder/und Bequemlichkeit, eben dann ein Stückchen weiter gehen.

In der Betrachtung – iterativ in jeder Phase des Kreierens – zeigen mir unterschiedliche Blickwinkel und Fragestellungen auch unterschiedliche Ansätze und Möglichkeiten. Nicht stehen bleiben an der Realisierbarkeit. Bewusst darüber hinaus gehen. Was wäre die beste Möglichkeit von…? Und dann wieder die Frage, was sich davon wie realisieren lässt? So entstehen neue Möglichkeiten. Und dann, dann einfach tun. Ausprobieren, testen, korrigieren, anpassen und weitermachen.  

In diesem Blog Artikel sind wir bereits darauf eingegangen, was Design Thinking ist. Wie wird es angewendet und kreiert? Wie wird Design Thinking lebendig? Wie wird es angewandt?

Kreativität. Manchmal haben wir einen Überfluss und an anderen Tagen lässt sie sich nur schwer bitten.

Dabei kann uns kreatives Denken leichtfallen, wenn wir für die richtigen Umstände sorgen. Denn schaffen wir für die Kreativität einen psychischen und physischen Raum, nehmen uns unbegrenzt und begrenzt Zeit, schaffen Zuversicht und bringen Humor mit, so bilden wir die besten Voraussetzungen für kreative Gedanken.

In diesen Bedingungen können wir mutig Neues und Unbekanntes entdecken und experimentierfreudig werden.

Und genau darauf baut das Design Thinking auf. In sechs Phasen wird eine Idee gefunden und weiterentwickelt.

Vorbereitung: Design Challenge

Um was geht es? Was muss erfüllt/ereicht werden? Was muss vermieden werden?  Warum?

Erarbeiten der Zielfrage des Prozesses

„Wir möchten den Service praktischer für den Kunden gestalten.“ / „Wir brauchen ein Produkt / einen Service der xy erfüllt.“

Bereits mitzubringen in diese Phasen, ist eine konkrete Zielsetzung. Warum durchlaufen wir den Prozess? Soll ein Konzept neugestaltet werden, oder eine neues aufgebaut werden? Mögliche Ziele können sein „Gestalte den Arbeitsprozess der Abteilung neu.“ oder „Entwickeln wir das Kundenerlebnis in unseren Verkaufsstellen neu.“

Somit werden Leitplanken gesetzt, die den Durchgang durch den Prozess zielorientierter gestalten.

Die Phasen des Design Thinking

Durchführung durch die einzelnen Phasen: Was machen wir wofür?

Haben wir ein Ziel vor Augen, können wir in den Prozess des Design Thinking los starten.

1.Verstehen

In der ersten Phase des Design Thinking beginnt der Prozess damit, alle Aspekte des gesetzten Ziels zu verstehen. Zu „verstehen“ was das eigentliche Problem oder das Bedürfnis ist. Dadurch das wir dieses und den Kontext erfassen und hinterfragen, ergeben sich neue Aspekte. Jeder Teilnehmer kann sich selbst fragen, was er schon weiß und was noch nicht. Daraus ergibt sich eine Mindmap, die sich mit jedem Gedanken weiter füllt und wächst.

Do it:

  • Sammle: Meinungen, Geschichten, Annahmen, Ideen, Assoziationen, …
  • Das Ziel hinterfragen: Aus welchen Teilen besteht es? Welche Stakeholder sind betroffen?

2.Zusammentragen

Alle Informationen werden in diesem Schritt zusammengetragen und abgeglichen. Was ist gleich? Wo gibt es Unterschiede? Die gesammelte Menge an Informationen ist nun zu konkretisieren, um präzise Aussagen zu treffen.

Do it:

  • Informationen sammeln und vergleichen auf Widersprüchen, Überschneidungen und Emotionaler Ebene wie Gefühlen.
  • Strukturieren der Informationen nach Gruppen / Clustern und diese benennen.
  • Auswahl eines der Cluster nach Bedürfnissen des Nutzers. Dabei kann eine genaue Beschreibung dessen Bedürfnisse und Wünsche helfen.

3.Ideen generieren

Wurde der Standpunkt definiert, so geht es an die Findung der Ideen. Diese Phase besteht aus reiner Kreativität und Brainstorming. Dabei gibt es verschiedene Methoden und Techniken, die je nach Teilnehmer und Gruppengröße, andere Ergebnisse erzielt. Ein Auszug aus möglichen Brainstorm-Methoden:

Do it:

  • 6-3-5 Methode
  • Negatives Brainstorming
  • Wie können wir – Frage
  • Seestern Methode
  • Stilles Brainstorming

Anschließend werden die gesammelten Ideen wieder sortiert und in Cluster eingeteilt.

4.Prototyp entwickeln

Von der Idee in die Umsetzung: In dieser Phase werden die erarbeitete Idee und Information in einem Prototyp verwirklicht. Durch die unterschiedlichsten Arten von Umsetzung gibt es für jede Art von Idee eine Möglichkeit diese zum Testen nutzbar zu machen. Unter anderen gibt es einen Mock-Up, ein Wireframe, eine Skizze, ein Storyboard, ein Diagramm, ein physisches Modell, ein Rollenspiel, etc.

Do it:

  • Planen und umsetzten: Was is die Hauptfunktion? Welche Bestandteile gibt es? Wie funktioniert es? Welche Bedürfnisse werden abgedeckt? Wie fühlt es sich an?

5.Testen

In diesem Schritt kommen nun die potenziellen Nutzer ins Spiel. Der erstellte Prototyp wird Testpersonen vorgeführt und / oder Umgang getestet. Dabei werden sämtliche Aspekte und Ergebnisse des Tests dokumentiert. Denn all das wird zur Verbesserung der Idee benötigt.

Do it:

  • Test planen: Wie sieht dieser aus? Welche Probanden sollen testen? Welche Fragen werden den Probanden gestellt? Welche Person führt durch und wer dokumentiert?
  • Test durführen: Probanden freundlich begegnen, um Vertrauen zu schaffen, offene Fragen stellen, nach Gefühlen und Meinung fragen.
  • Test Feedback: Was hat (nicht) funktioniert? Was mochte der Nutzer (nicht)? War alles verständlich? Gab es Fragen? Welche Anregungen, Ideen hatte der Nutzer?

6.Implementieren / Umsetzen

Nach dem die Idee und deren Prototyp immer wieder getestet und angepasst wurde, geht es in dieser Phase darum sie zu implementieren oder zu verwirklichen.

Freiräume für Kreativität und ein Umfeld für Design Thinking zu schaffen, ist eine der größten Anforderungen und Herausforderungen in der Führungsfunktion heute. Schaffen Sie eine Struktur, in der Menschen schnell begreifen, worum es geht – Zielklarheit. Und sorgen Sie für eine stabile Vertrauensbasis auf der vertraut, jenseits von ‚gut dastehen‘ kreiert werden kann. Erläutern Sie die Intension von Design Thinking. Dazu gehört auch, Grenzen zu setzen. Grenzen Sie für ein definiertes Zeitfenster das operative Geschäft aus. Innerhalb dieser ist dann grenzenlos gedanklich alles möglich.