Nach Elternzeit wieder im Job einsteigen. Nicht nur eine kleine Veränderung, sondern das Jonglieren zweier Welten. Wie kann dieser Start gut gelingen? Unsere eigenen Erfahrungen und Tipps, wie das klappen kann.

Die eigene Erfahrung mit Arbeit nach Elternzeit

"Das Ende der Elternzeit. Raus aus der Baby-Blase zurück in den Alltag. Und dann auch noch ein Jobwechsel.

Das hat sich nach knapp eineinhalb Jahren zuhause mit meiner Tochter erstmal ziemlich erschreckend angehört. Ich habe mir vor dem Wiedereinstieg viele Gedanken gemacht, wie es sein wird, als Teilzeit-Mama zu arbeiten.Wie unterhält man sich eigentlich mit Menschen, die älter als ein Jahr sind und nicht zur Familie oder Freundeskreis gehören? Wie wird es sein, wenn ich meine Tochter morgens bei der Tagesmutter abgebe und sie nur weint? Andererseits, wie erfrischend sind wohl Unterhaltungen, die sich nicht nur um Baby-Brei und Windelkonsistenz drehen?

Klar, das Elternzeit-Leben mit Spielplatzbesuchen, Play-Dates und langen Spaziergängen könnte ruhig noch länger so weiter gehen, aber ich freue mich doch ziemlich, mal wieder was für den Kopf zu machen! Nach knapp zwei als Mama im neuen Job kann ich sagen, es klappt wirklich gut.

Natürlich hat sich durch die Doppelbelastung vieles verändert, man muss sich eingestehen, auch mal Mut zur Lücke zu haben. Nicht im Job und auch nicht beim Kind, aber bei Dingen, die nicht so wichtig sind. Dann ist das Familienleben daheim halt mal etwas chaotisch – na und. Insgesamt macht es Spaß, die neuen Herausforderungen anzunehmen. Und meiner Tochter gefällt es bei der Tagesmutter mittlerweile auch richtig gut."

Tipps für den Wiedereinstieg:

Damit ein Wiedereinstieg gut gelingt, habe ich hier ein paar Tipps für euch notiert:

  • Gemeinsam mit dem Partner(in), oder der Familie, überlegen, wie die Betreuung und die Arbeitseinteilung bei einem Wiedereinstieg aussieht.
  • Zum frühmöglichsten Zeitpunkt eine Kita oder Tagespflegestelle suchen. Denn die Plätze sind meist begrenzt und es gibt oft Wartelisten.
  • Mit einer Eingewöhnungszeit für das Kind in der Kita planen. In manchen Fällen kann das mehrere Wochen brauchen.
  • Immer für den Notfall bereit sein. Immer einen Plan B haben, falls Betreuung oder Kita ausfällt.
  • Arbeitspensum betrachten und entscheiden: Brauche ich (bezahlte) Unterstützung bei dem Haushalt oder der Kinderpflege?