Mir doch egal, was andere von mir halten?  

Schön, wer selbstsicher ist. Doch welche Chancen liegen in der Meinung der Anderen?  

Denn das Fremdbild kann uns Sicherheit geben, frei zu sein.  

Neben dem Bild, was wir von uns selbst haben, gibt es das Fremdbild. Das Bild, dass andere von uns haben. Dieses besteht aus Bewertungen, Wahrnehmung und Gefühlen, die durch Erfahrungen mit unserer Person entstanden sind.

Dabei existieren nun drei Bilder unserer Person nebeneinander: Unser Selbstbild, das Fremdbild, und unser Selbst, dass wir manchmal nicht sehen können.

Je weniger Übereinstimmung, desto mehr Konfliktpotenzial besteht mit unseren Mitmenschen.

Auch wichtig zu beachten ist der Raum, zwischen Fremdbild und unserem tatsächlichem Selbst. Denn diesen sehen wir nicht. Er ist sprichwörtlich der blinde Fleck, den wir nicht sehen.

Aber warum sind diese Bilder unserer Person wichtig?

Weil sie uns in unserer persönlichen und beruflichen Entwicklung weiterhelfen. Denn diese Bilder können uns sichtbar machen, was wir noch nicht angeschaut haben. Oder schlichtweg, was wir zu viel haben.

Zurück zum Fremdbild: Wie können wir nun Einfluss auf etwas haben, dass bei anderen liegt, oder gar nicht sichtbar für uns ist?

Die eigene Identifikation stärken – durch Blickwinkel anderer  

Gehen wir unserem Fremdbild auf den Grund. Wie sieht mich mein Vorgesetzter? meine Mitarbeiter? meine Kollegen? mein Hund? meine Familie? meine Freunde? ….  

Eine Methode das Fremdbild zu erfahren, ist nach Feedback zu fragen (Mehr dazu in diesem Beitrag). Haben wir einmal einen Einblick, wie unser Umfeld uns sieht, können wir beginnen: Gefällt mir das Bild, was andere von mir haben?  

Nein? In diesem Fall sollten wir erkennen, was uns an dem fremden Bild fehlt, oder was wir genau ändern möchten.  

Ja? Dann sollten wir uns fragen, ob wir an dem endgültigen Punkt sind, zu dem wir wollten. Ist die Antwort Nein, dann fehlt noch etwas.  

Auch ein wichtiger Aspekt: Haben wir ein vollständiges Selbstbild? Kennen wir all unser Stärken und Schwächen? Oft haben wir Stärken, deren wir uns noch nicht bewusst sind. Genau diese können bewusst nach außen kommuniziert werden.  

Wenn das Bild bei anderen liegt, können wir es ändern? Ja, Stück für Stück.  

Permanent senden wir aktiv und passiv Signale. Dabei können wir nicht nur die Aktiven, sondern auch die Passiven überprüfen, und neu ausrichten.  

Dafür müssen wir selbst wissen, in welchen Bereichen wir unser Fremdbild ändern wollen. Zum Beispiel unseren Charakter, unsere Kompetenzen & Können und unser Äußeres.  

Viele, viele, viele bunte Facetten  

Um die richtige Frequenz zu finden, auf welcher unsere Signale übertragen werden, überprüfen wir zunächst die Botschaften an sich. Senden wir das aus, was wir beabsichtigen? Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Signale zu verändern.  

Dabei gibt es Aktionen, die wir schnell und leicht unternehmen können, bis hin zu Dingen, die etwas länger brauchen, um Wirkung zu zeigen.  

Hier einige Beispiele dieser Stufen und Unterpunkte, die ihr gleich überprüfen könnt:  

Schnell & leicht

  • E-Mail Signatur: Benutze ich eine? Sagt sie aus, was ich möchte? (Professionalität, Design, Position? ...)  
  • Profile in sämtlichen sozialen Netzwerken: Gebe ich mich so wieder, wie ich möchte? Gebe ich wichtige Informationen an? Was strahlt mein Profilbild aus?
  • Lebenslauf: Sind die wichtigsten Punkte darauf? Fehlt etwas? Was strahlt das Design aus?  
  • Kleidung: Ziehe ich mich an, für den Job den ich habe, oder den, den ich haben möchte?  

Längerfristiger  

  • Werte & Einstellungen: Gebe ich diese wieder? Vermittle ich sie richtig? Wie gehe ich mit den Werten anderer um?  

Länger & schwieriger  

  • Stärken profilieren: Zeige ich all meine Stärken? Wo kann ich sie noch einbringen?  
  • Themen besetzen: Was für Themen/ Gebiete kann ich für mein Profil besetzten? Welche Stärken kann ich aufzeigen? (Bsp.: Schreiben von Fachbeiträgen für das Intranet ihrer Firma)  

Durch diese Beispiele merken wir, dass wir an einzelnen oder mehreren Dingen arbeiten können. Oder, wir merken, dass wir in unserer persönlichen Entwicklung auf einem guten Weg sind.  

Nicht für dich, sondern für mich  

Denn was oft vergessen wird: Wir machen das nicht für andere, oder um anderen besser zu gefallen. Wir benutzen diesen Input für uns selbst. Für unseren Werdegang, unsere Reise, unsere Stärke, unsere Schönheit, unsere Kraft, unsere Perspektive.  

Legen wir los.  

Mehr zu dem eigenen Fremdbild könnt ihr hier nachlesen.