Hast du dich schonmal gefragt, wieso du die Dinge tust, die du tust? Unser freier Wille ermöglicht es uns, selbstbestimmte Entscheidungen zu treffen und so zu handeln, wie wir es für richtig halten. Wir haben immer die Wahl, schließlich sind wir erwachsene Menschen in einem freien Land und können unser Handeln nach rationalen Überlegungen ausrichten. Oder? Laut einer Studie [1] glauben zumindest 82% aller US-Amerikaner daran, dass wir einen freien Willen besitzen und unser Handeln wohl überlegt und zielgerichtet an Faktoren ausrichten können, die UNS wirklich wichtig sind. Doch ist es in der Realität wirklich so einfach?

Unsere Überzeugungen

Wie so oft ist es in der Praxis nicht ganz so eindimensional: Unser Denken und Handeln ist sehr oft alles andere als wohl überlegt und frei. Zumindest, wenn wir uns nicht aktiv mit den Hintergründen unseres Denkens und Handelns auseinandersetzen. Auch scheinbar willentliches Handeln beruht immer auf Gehirnaktivität, die an neuronale Prozesse und Automatismen gebunden ist. Unser Unterbewusstes hat einen starken Einfluss auf unsere bewussten Entscheidungen und Handlungen – es legt den Grundstein für den Fokus unserer Wahrnehmung.

Ein besonders einflussreicher Faktor: Glaubenssätze. Das sind Überzeugungen oder Denkmuster, die tief in uns verankert sind. „Das Leben meint es gut mit mir.“ oder „Ich bin nicht gut genug.“ – Glaubenssätze können uns positiv oder negativ beeinflussen. Sie wirken im limbischen System unseres Gehirns neben Emotionen und dem, was man als „Unterbewusstsein“ bezeichnen kann – und damit nicht im präfrontalen Kortex, wo analytisch logisches Denken stattfindet. Diese Glaubenssätze sind sehr stabil, färben unsere Wahrnehmung stark und sind meist bereits in unserer Kindheit entstanden. Wenn sich etwas immer wiederholt, dann prägt es sich dauerhaft ein. Glaubenssätze entstehen im Elternhaus, aber zum Beispiel auch durch Freunde und Schule. Damals waren sie wichtig und förderlich für unser Überleben und die soziale Eingebundenheit in unserer Familie. Heute können sie uns aber im Weg stehen. Unbewusst verstärken wir durch unser Verhalten, das durch unsere Glaubenssätze gefärbt wird, ebenjene Überzeugungen. Egal ob positiv („Ich kann alles in meiner Karriere erreichen!“) oder negativ („Ich muss mich anpassen, ich will schließlich dazugehören!“) – das Unterbewusstsein kann nicht beurteilen, welche Überzeugungen tatsächlich gut oder schlecht für uns sind und lenkt uns dennoch stärker, als uns vielleicht lieb ist.

Tun, was wir tun wollen!

Überspitzt könnte man also sagen: Wir denken nicht, wir werden gedacht. Wie oft passiert es, dass wir etwas nicht tun, weil wir denken „Ich kann so was eben nicht.“? Tatsächlich liegt der Anteil der negativen Glaubenssätze Untersuchungen zufolge sogar bei 70 Prozent [2] und hindert uns daran, unser Handeln zielgerichtet in positive Bahnen zu lenken – und damit schöpfen wir nicht unser volles Potential aus. Vielleicht kennst du Situationen in der Arbeit, bei denen du nicht das tust, was du eigentlich tun möchtest. Ein kleines Beispiel: Dir fällt auf, dass dir von deinen Kolleginnen und Kollegen ziemlich viel Arbeit aufgedrückt wird. Immer wieder nimmst du dir vor, endlich „Nein!“ zu sagen, schließlich hast du bereits genug zu tun und fühlst dich mittlerweile ausgenutzt. Und dennoch: Sobald wieder ein Kollege vorbeikommt und dich um etwas bittet, wird aus dem Nein in deinem Kopf plötzlich ein „Klar mache ich das für dich.“ Mist, wieso habe ich wieder nicht nein gesagt?!

Was dahinter stecken könnte? Zum Beispiel ein negativer Glaubenssatz wie „Ich werde nur akzeptiert und gemocht, wenn ich den anderen Gefallen tue.“ Um so eine hinderliche Überzeugung wirkungslos zu machen, muss das Unterbewusstsein „umprogrammiert“ werden. Was du jetzt brauchst, ist erst einmal die Bewusstmachung, was hinter deinem Denken und Handeln steckt – um dich dann von blockierenden Denkmustern lösen zu können und wieder aktiv und selbstbestimmt zu handeln.

Treiber erkennen, Treiber ändern

Möchtest du herausfinden, was DEINE persönlichen Treiber und Glaubenssätze sind? Und aktiv deine Wahrnehmung, dein Fühlen, dein Denken und Handeln in zielführende Bahnen lenken – um wirklich autonom und selbstbestimmt leben zu können?

Lass dir dabei von ondojo helfen – in der Session „BLOCK ADE - autonom und selbstbestimmt“ kannst du deine persönlichen Treiber herausfinden und daran arbeiten!

Denn du entscheidest, ob du dich von positiven oder negativen Denkmustern leiten lässt, oder deinen freien Willen wirklich lebst.


[1] Is Belief in Free Will a Cultural Universal? (Sarkissian et al., 2010)

[2] The Nature Of Dis-Ease (Lipton, 2012)