Auf manche Vorhaben haben wir Lust, Kraft und Freude. Wir gehen mit voller Zuversicht, Interesse und Neugierde an sie heran.

Andere Unterfangen fühlen sich von Beginn zäh an. Schleppend oder freudlos, gehen wir den Aufgaben nach. Aus mangelnder Motivation? Nicht motiviert oder direkt im Widerstand. Nicht klar erkennbar, nicht identifizierbar und somit auch nicht lösbar.

Bei mir selbst, einem Kollegen oder einem Mitarbeiter – wir nehmen nur eine Reaktion mit angezogener Handbremse, vielleicht ein schlechtes Gefühl, eine Trägheit und eben Schwunglosigkeit wahr. Das kann nerven. Mich selbst und andere.

Wie erkennen wir nun, was uns innerlich zögern lässt? Und ist es so hinderlich, wie wir zuerst annehmen?

„So kommen wir nicht weiter.“

Das neue Projekt beginnt, aber das Team kann sich nicht einigen, wie es am besten vorgeht. Der Grund für dieses zögern, könnte bei dem ein oder anderen ein innerer Widerstand sein.

Jeder von uns kennt es und hat es selbst schon einmal erlebt. Wenn wir uns nicht weiterbewegen und das Ziel oder der Weg für uns nicht stimmt, kommen wir ins Stocken. In diesem Fall haben wir einen Widerstand in uns selbst entdeckt. Wissen wir auch, wo der/diese genau liegen? Oder wo er bei anderen liegt? Damit umzugehen, ist eine Führungsaufgabe.

Widerstände bilden sich, unter anderen, aus unseren Erfahrungen, unserem Wissen und unseren Werten. Sie beeinflussen unterbewusst unser Handeln und Denken. Wir merken, dass sich etwas nicht richtig anfühlt. Ganz so, als ob wir auf eine Aufgabe nicht auf eine bestimmte Art bearbeiten möchten, aber nicht genau wissen, wieso.

Wir erkennen häufig selbst nicht, dass wir inneren einen Widerstand in uns haben. Denn in den meisten Fällen gehen wir nicht auf unser Zögern ein. Wir arbeiten trotzdem weiter an der Aufgabe, weil wir zum Beispiel keine Zeit haben, uns einen anderen Weg zu suchen. Oder der Druck von außen ist zu groß.

Das Innehalten und das Erkennen der Widerstände ist jedoch ein wichtiger, um mit diesen umzugehen. Die Erkennung setzt eine gewisse Selbstreflexion voraus. Das bedeutet, wir sollten uns öfter selbst hinterfragen. Warum zögere ich? Warum gefällt mir diese Aufgabe, die andere jedoch nicht? Ist mein Ziel das Richtige? Wo genau liegt das Problem? Unter anderem können sie auf verschiedenen Ebenen liegen, wie die Beziehungsebene, Sachebene, Motivationsebene, ...

Die Startlinie oder Ziellinie?

Doch Widerstände sind grundsätzlich nicht negativ.  Sie sind eine Chance für unsere persönliche Entwicklung.

Denn sie zeigen uns unser eigenes Potenzial auf. Wo es noch weitergeht, wo wir noch ein Stück freier sind.

Und genau wenn wir diese erleben, haben wir die Wahl: Wollen wir an ihnen arbeiten, oder bei dem Bleiben, was wir kennen & können? Wollen wir die erkannte Chance nutzen?

Entscheiden wir uns die Grenze zu überschreiten, entscheiden wir uns dazu, Aufgaben auf eine andere, für uns neue, Art zu erledigen. Das bedeutet, wir betreten einen erhöhten Grad an Komplexität. Denn wir agieren auf eine Art, oder in einem Verfahren, dass wir noch nicht zur Gewohnheit für uns gemacht haben.

Jemand, der gewohnt ist, sachlich und informierend zu schreiben, wird länger brauchen, wenn er Texte beschreibend und objektiv formulieren soll. Denn er benötigt mehr Konzentration und Aufmerksamkeit.

Doch genau diese Komplexität, lässt unseren Charakter und unser Können wachsen. Wir eignen uns selbst neue Methoden und Herangehensweisen an , die unsere Handlungsalternativen erweitern.

Viele Wege führen nach R… zum Ziel

Doch wie erkennen wir unsere inneren Widerstände? Und wie gehen wir mit diesen um? Greifen wir auf das Guided Management zurück.

Sobald wir ins Stocken oder Zögern kommen, stellen wir uns bewusst diese Fragen:

Wie sieht die gelöste Situation aus? Was wäre wenn ich nicht im Widerstand bin? Was passiert, wenn ich etwas dagegen tue? Und was, wenn ich nichts tue?

Beantworten wir diese Fragen werden wir uns immer mehr bewusst, was genau der Widerstand ist, und was ihn auslöst. Damit können wir ihn Stück für Stück lösen. Denn das Eingestehen und die Erkennung der Widerstände ist bereits der Umgang mit diesen.

Betrachten wir weiterhin das Ziel der Tätigkeit, wird weiterhin mehr zu unserem Widerstand klar. Was brauchen wir, um es zu erreichen? Rührt dort der Widerstand her? Ist das Ziel generell das Richtige?

Wissen wir, was der Widerstand ist und warum wir diesen haben, können wir ihn leichter angehen. Wollen wir diesen stehen lassen, oder auflösen?

Entweder ändert sich das Ziel des Team-Projektes, oder der Weg wodurch es erreicht wird.

Aber wir können nicht nur uns selbst helfen, mit Widerständen umzugehen, sondern auch unseren Mitarbeitern und Kollegen. Stellen wir Widerstände bei ihnen fest, können wir diese Frage stellen:

„Was brauchst du, um diesen Weg mitzugehen?“ Denn sie hat eine lösende Wirkung. Wir holen unseren Mitmenschen damit ab, anstatt gegen ihn zu wirken.

Dies ist nicht nur gut für die verbesserte Zusammenarbeit, sondern auch um gemeinsam das Projekt erfolgreich abzuschließen.

Chancen sehen & ergreifen

Widerstände zeigen uns Grenzen auf, und geben uns somit eine Chance.

Wir haben die Wahl, diese zu ergreifen. Nimmst du sie wahr, steht deiner Entwicklung nichts im Weg.

Wie wir uns weiterhin Möglichkeiten schaffen, kannst du hier nachlesen, oder demnächst im ondojo erleben.