Ob im Job, privat, oder bei der Gartenarbeit – muss denn immer alles so schwer und anstrengend sein? JA, wir haben Corona, eine drohende Wirtschaftskatastrophe und das Klima ist kritisch. Kriege gibt es nicht nur in Geschichtsbüchern, der Chef hat mal wieder einen im Tee, meine Lieblingsband hat sich aufgelöst, Peter hat dein Pausenbrot gegessen und das Wetter, ach das Wetter, ja, das ist auch nicht das, was es mal war...

Bitte versteht mich nicht falsch – ich möchte keinesfalls den Ernst der Lage zu Nichte reden. Das sind alles Dinge, mit denen wahrlich nicht zu spaßen ist. (Insbesondere das mit der Band…*schluchz*)  

Doch inmitten all der Last (oder gerade deswegen) – wäre da nicht auch Platz für ein bisschen Leichtigkeit? Wie geht das? Darf man das? VielLEICHT!

Optimismus ist ok

Nennt mich leichtgläubig oder eine Optimistin, doch wenn ich das berühmte Wasserglas-Beispiel heranziehe, dann sagt mir mein rein logisch denkendes ich und nicht in-Selbstmitleid-versinkendes Ego (keine Sorge, ich kenne beide gut): Warum sollte ich es nicht als halb voll sehen, anstatt halb leer?

Wir Menschen meckern ja nur zu gerne über alles und jeden. Vielleicht brauchen wir das auch mal, um Dampf abzulassen. Vielleicht aber auch nicht? Zumindest nicht so oft? Wäre es nicht schön, wenn wir einfach mal selbst entscheiden, alles nicht ganz so schwer zu nehmen? Privat und auch im Job? Stress und Unmut fühlen sich nicht gut an – manchmal werden wir davon sogar krank.  

Doch Stress wiederum entsteht im Kopf – und genau hier können wir dem auch entgegenwirken.  

WIE denn jetzt also genau?

Von heute auf morgen mal 3 Kilo abnehmen – ja, das dürfte helfen, dass wir uns leichter fühlen. Ist aber sicherlich ziemlich anstrengend. Umso schöner, dass es auch ein paar einfachere Tricks gibt, mit denen wir unser Mindset auf „Take it easy“ stimmen können.  

Die Macht der Worte: „Ich muss nicht, ich darf!“

Was wir nicht alles MÜSSEN und SOLLEN. Solch kleine Wörtchen und so eine Wirkung. Und dann SOLLEN wir auch noch glücklich sein – jetzt ist aber dann auch gut, oder?

Habt ihr euch schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie mühsam es ist, wenn man all die Tätigkeiten des Tages als Verpflichtungen und Zwänge betrachtet? MÜSSEN wir denn das alles WIRKLICH? Manch einer würden sagen, „Hm, wir müssen gar nichts, außer sterben…“.  

Achten wir mal darauf, wie häufig wir am Tag davon sprechen, was wir noch tun müssen und sollen – und dann tauschen wir die Wörtchen einfach mal aus in DÜRFEN oder KÖNNEN. Was macht das mit uns?

Nimm‘s mit Humor!

Der ein oder andere sagt, er wäre das Passwort für’s Leben – der gute alte HUMOR! Na, ganz so weit wollen wir nicht gehen, doch es ist schon erstaunlich, wie ein bisschen Witz und Scherz innerliche Verkrampfungen lösen und Gespräche auflockern können. Lachen ist schließlich gesund, das lernen wir schon im Kindergarten. Warum diesem einfachen Kniff also nicht öfter im Alltag Einzug gewähren?

Lachen ist ansteckend. Teilen wir lustige Geschichten! Wie wäre es außerdem, wenn am Ende jedes Stand-Up-Meetings jemand einen Witz erzählen darf? Schlagen wir das doch mal vor.  

Sich selbst nicht zu wichtig nehmen: Ego adieu!

Die meisten von uns empfinden das Selbst als die„Person“, die uns am nächsten steht. Das ist rein biologisch gesehen auch sehr nachvollziehbar. Aber manchmal schadet es auch nicht, wenn wir anerkennen, dass es – neben uns selbst - auch noch mindestens 7 820 390 501 andere Menschen auf der Welt gibt.Vielleicht denken wir einfach kurz daran, zum Beispiel wenn wir mal wieder eine Kritik etwas zu persönlich nehmen, oder wir uns aufgrund unseres Egos etwas aufspielen.

Lassen wir uns nicht zu stark von unserem Ego vorschreiben, wie wir uns fühlen. Wenn wir uns selbst nicht zu wichtig nehmen, sondern auch die Menschen rechts und links als ebenbürtig anerkennen, fällt uns vieles leichter!

„Ach, war das schön!“  - der Wert positiver Erlebnisse!

Wie viel zehren wir von positiven Erlebnissen & Erfahrungen? Geht da noch mehr? Nutzen wir doch bewusst die schönen Momente und erinnern uns regelmäßig an diese. Es kostet nichts und lässt uns gleich ein bisschen besser fühlen.

Nehmen wir uns ein Zeitfenster vor, in dem wir täglich an einen schönen Moment denken. Wann werden wir das tun? Jeden Morgen? Auf der Heimfahrt im Bus?  

Auch bereichernd: Jeden Abend 2 Minuten reflektieren, was an diesem Tag gut gelaufen ist. Was war der schönste Moment des Tages?

Widerstand – so what?

Ja, es gibt sie. Die Tage, an denen alles, aber auch alles schiefläuft! Wir haben verschlafen, die U-Bahn fährt vor der Nase weg, das Unglück nimmt den restlichen Tag über seinen Lauf.  

Haben wir schon einmal versucht, in so einem Moment die eigene Situation in Relation zu sehen? Ist das, was gerade passiert, wirklich so schlimm, wie ich gerade glaube?

Bei negativen Ereignissen: Einatmen, kurz das Große Ganze betrachten, ausatmen – und dann lächeln. Ach, was sag ich! Herzhaft lachen!

Last but not least – akzeptieren…

… dass es auch NICHT IMMER so leicht ist. Je mehr Widerstand wir leisten, desto schlimmer ist die Situation für uns – und andere. Ja, Stress kommt vor, Ungerechtigkeit und unglückliche Situationen auch, das gehört zum Leben dazu. Je stärker wir auch diese annehmen können, desto leichter werden wir schließlich damit umgehen.

Take it easy – auch im Job?

Ja, auch  - oder GERADE IM JOB können uns die Tipps und Tricks für mehr Leichtigkeit ein positives Gefühl vermitteln. Schließlich bestimmt unser Beruf einen großen Teil unseres Denken und Handelns und  - leider auch – oft einen großen Teil unserer negativen Gefühle, wie Stress & Co.  

Stellen wir uns mal vor, unsere Kollegen würden alles ein bisschen leichter nehmen, wie wäre das für uns? Oder als Führungskraft, wenn wir und unser Team das ein oder andere nicht schwerer machen, als es vielleicht ist?

Natürlich ist das alles leichter gesagt als getan. Wir sind (noch) keine Buddhas und dürfen auch mal meckern und weinen – es tut gut, auch mal etwas rauszulassen!  

Doch am Ende muss ich mir nur Folgendes vor Augen führen: das Leben ist so schwer, wie ich es nehme. Und nicht, wie andere es nehmen. Meine Gedanken sind verantwortlich dafür, wie schwer mir mein Leben vorkommt. Tag für Tag – entscheide ich. Eigentlich doch ziemlich leicht. Oder?

Eine kleine Inspiration zum Thema gibt es auch in diesem Filmchen – das im Rahmen der Veröffentlichung unseres BANDAO JOURNALS erschienen ist. Viel Spaß!