Jeden Tag treffen wir wichtige, kleine, große oder unbewusste Entscheidungen. Die meisten davon betreffen nur unsere eigene Person. Bei Entscheidungen die andere betreffen, ist die Kommunikation dieser ein wichtiger Part.

Denn bei der Weitergabe oder Vermittlung bestimmen verschiedene Aspekte über den Erfolg der Entscheidung. Welche sind das? Was sollte beachtet werden?

Vor der Entscheidung: Mut und Vertrauen

Wenn wir Entscheidungen treffen, werden wir kritisierbar und messbar. Dazu brauchen wir Mut und Vertrauen. Um diesen zu schaffen kann es helfen sind im Vorfeld diese Fragen zu stellen:

  • Was wird passieren, wenn ich es tue?
  • Was wird nicht passieren, wenn ich es tue?
  • Was wird passieren, wenn ich es tue?
  • Was wird nicht passieren, wenn ich es nicht tue?

Wir sollten und über unsere Verantwortung bewusst sein und versuchen das menschliche Handeln in kausale Zusammenhänge zu stellen – die Beziehung zwischen Ursache und Wirkung (Wirksamkeit). Das bedeutet, dafür Sorge zu tragen, dass die Entwicklung des Verantwortungsbereich im gegebenen Rahmen in die gewünschte Richtung verläuft und die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit getroffen werden.

Ebenso benötigen wir Vertrauen in das System, in die Mitarbeiter, in die Vorgesetzten, in uns selbst und vor allem in die Entscheidung selbst.

Aus Angst zu weit zu gehen, gehen wir oft nicht weit genug.

WIE werden Entscheidungen kommuniziert?

Über die eigentliche Entscheidung hinaus ist die Art und Weise wichtig, wie diese weitergegeben wird. Die folgenden Kriterien können helfen, dass jeder diese versteht und leichter akzeptiert.

Entscheidungen werden…

  • transparent
  • nachvollziehbar
  • adressatengerecht
  • zeitnah
  • entschieden

…kommuniziert.

Im Idealfall werden Entscheidungen fachlich fundiert getroffen, zeitnah, verständlich und nachvollziehbar kommuniziert und klar dokumentiert. Das erleichtert die Überprüfung und Korrektur.

Durch die Transparenz und die Begründung der Entscheidung fällt es den Beteiligten oder Betroffenen leicht, diese zu akzeptieren. Auch eine selbstbewusste und entschiedene Haltung trägt dazu bei.

Im Vorfeld der Entscheidung sollten Mitarbeiter so oft wie möglich am Entscheidungsprozess beteiligt und einbezogen werden, um zu gewährleisten, dass sie die Entscheidung mittragen und gerne zum Erfolg beitragen. Eine Möglichkeit, die Mitarbeiter einzubeziehen, sind Entscheidungs-Vorlagen (Templates), die von den Mitarbeitern vorbereitet werden und die für die Führungskraft eine Entscheidungsgrundlage bildet.

Revision & Beobachtung

Nicht nur die direkte Kommunikation der Entscheidungen ist ein entscheidender Aspekt. Um zu sehen, ob diese erfolgreich war, können die Antworten auf diese Fragen beachtet werden:

  • Hat sich alles so entwickelt, wie ich es bei der Entscheidungsfindung geplant habe?
  • Warum hatte meine Entscheidung Erfolg bzw. Misserfolg?
  • Hätte ich das Ergebnis vorhersehen können?
  • Wann wäre ggfs. der richtige Zeitpunkt für eine Kurskorrektur gewesen?
  • Wie gehe ich nun mit dem Ergebnis um?
  • Was lerne ich fürs nächste Mal?

Entscheidungen können auch mal daneben gehen. Das angestrebte Ziel wurde nicht erreicht, oder sie stellt im Nachhinein als ungünstig heraus. In diesem Fall können diese Punkte helfen:

  • Gesichtsverlust vermeiden: Wir sehen, dass die Entscheidung nicht Erfolg gebracht hat, stehen aber weiterhin zu dieser. Damit fördern wir eine Fehlerkultur, in der Niemand Angst hat, Entscheidungen zu treffen.
  • Aus Erkenntnissen Lernschritte formulieren und ggfs. in das System kommunizieren: Fehler passieren immer. Wie wir mit diesen umgehen, entscheidet darüber, ob wir aus diesen lernen. Was können wir bei der nächsten Entscheidung anders machen?
  • positive Aspekte identifizieren: Es gibt immer positive und negative Seiten. Welche Vorteile / positiven Aspekte hatte die Entscheidung?

Wir wissen, dass wir aus Fehlern nur lernen können. Wir teilen unser Wissen gerne und erkennen die Kompetenzen anderer an.

An irgendeinem Punkt muss man den Sprung ins Ungewissen wagen. Erstens, weil selbst die richtige Entscheidung falsch ist, wenn sie zu spät erfolgt.
Zweitens, weil es in den meisten Fällen so etwas wie eine Gewissheit gar nicht gibt.

Lee Iacocca