Lassen wir uns treiben oder schwimmen wir? Gegen den Strom oder sind wir im Flow?

Auf viele Dinge haben wir keinen Einfluss. Auf uns selbst schon. Meistens jedenfalls. Erkennen wir unser eigenes Potenzial und wirken aktiv auf uns und unser Umfeld ein, so kommen wir zum Self-Empowerments.

Wir haben die Macht, alles zu erreichen. Und Diese kann sich jeder selbst geben.

Was ist Self-Empowerment?

Unter Empowerment werden Strategien und Maßnahmen verstanden, die das Ausmaß der Selbstbestimmung und Autonomie erhöhen. Somit wird ermöglicht, Interessen selbstbestimmt und selbstverantwortlich zu vertreten.

Beim Self-Empowerment werden diese Maßnahmen von uns selbst angestoßen. Wir selbst geben uns alles in die Hand, was wir für unsere Zukunft und unsere Wünsche brauchen. Somit erreichen wir einen Zustand der Selbstbestimmung und Selbstverantwortung.

Wir befähigen uns selbst, indem wir uns selbst, unseren Charakter und unsere Entwicklung unterstützen.

Aktiv Ziele erreichen, Skills ausbauen, Tasks und Herausforderungen meistern, oder unseren Lebensweg und -raum gestalten.

Statt aus Wiederholungen lernen wir aus Erfahrung. Was nicht funktioniert wird geändert, Neues ausprobiert oder angepasst. So lange bis wir uns mit dem Erreichten wohler fühlen. Dieses reflexive Vorgehen führt uns in neue Verhaltensweisen und neue Routinen.

Somit agieren wir im Circle of Influence und erweitern den Bereich, auf den wir Einfluss haben.

Menschen, die sich selbst empowern, erweitern und verstärken immer wieder ihre Resilienz, Präsenz, Volition und somit ihre Selbstwirksamkeit.

Wir treten aktiv in den Flow unseres Umfelds ein, indem wir es nutzen, um unsere Schritte, Erlebnisse und Erkenntnisse zu führen. Wir „ermächtigen“ uns selbst und gehen verantwortlich mit Situationen um.  Beispiel: Überwinden wir Grenzen fördert das unsere eigene Power. Self-Empowerment im Berufsleben – jeden Tag die Chance zu trainieren.  

Befähige dich selbst: Aspekte des Self-Empowerments

Wie erreichen wir diesen Zustand?

Ausrichtung der Aufmerksamkeit

Wir lenken bewusst unsere Aufmerksamkeit auf die für uns wichtigen Dinge. Auf unsere Ziele - darauf, was wir erreichen möchten. Welchen Sinn hat das für uns und unser Leben, was liegt dahinter – wofür lohnt es sich wirklich? Dieser Aspekt, sofern er uns selbst bekannt ist, fördert unsere Motivation, auch wenn unser innerer Schweinhund sich zu Wort meldet.  

Haben wir festgehalten, s wo es hingehen soll, betrachten wir unseren aktuellen Standpunkt. Wo stehen wir gerade? Welche Skills haben wir in diesem Moment wie ausgeprägt?

Die Antworten ermöglichen uns zu sehen, was uns konkret zum Erreichen unserer Ziele fehlt. Ebenso können uns Routinen und Gewohnheiten auffallen, die einen Fortschritt erschweren oder gar verhindern.

Diese gilt es durch neue und förderliche Routinen zu ersetzen. Die zentrale Frage also: Worauf lege ich meinen Fokus?

Ein Journal schreiben

Self-Empowerment ist ein Zustand und ein Prozess, der sich über längere Zeit abspielt. Somit ist unsere persönliche Veränderung nicht immer für uns klar erkennbar. Es kann also helfen, wenn die Schritte und Erfolge des Prozesses notiert werden. Egal in welcher Form - „Journaling“ hilft uns Entwicklungen zu erkennen. Ebenso kann es helfen, Ordnung in die Gedanken zu bringen, und Ideen oder Impulse für später festzuhalten.

Zeit bewusst einteilen, nutzen

Jeder Tag hat eine feste Anzahl an Stunden und Minuten. Für jeden von uns. Wie wir diese nutzen, macht unseren Erfolg aus. Denn wir selbst entscheiden, was wir jeden Tag schaffen. Nutzen wir die Stunden, um den nächsten Task anzugehen? Oder um etwas Neues zu beginnen? Lassen wir uns leicht ablenken?

Auch hier kann ein schriftliches Festhalten der Zeitplanung helfen – und uns selbst bewusst machen, wie einzigartig wir sind. Und wie einzigartig jeder Moment ist...

Fehler aktiv nutzen

Keine Angst vor Fehlern, sondern vor allem diese bewusst nutzen.

Wir Menschen machen Fehler, lehrreiche und blöde. Und das ist auch gut so. Denn aus diesen lernen und verbessern wir uns. Anstatt sie als demotivierend zu empfinden, sollte die geschaffene Möglichkeit gesehen werden. Darüber schmunzeln - denn dies bringt die Motivation, etwas zu ändern.

Auch mal Nein sagen

Ein gutes stabiles soziales Netzwerk ist sehr wichtig für uns und unsere Entwicklung. Hinderlich wird es, wenn wir uns dazu verleiten lassen, immer „Ja“ zu allem zu sagen. Denn nicht immer haben wir die Ressourcen und Kapazitäten, um die Bitten der Kollegen, Freunden oder des Chefs zu erledigen.

Es ist völlig in Ordnung auch „Nein“ zu sagen. Unsere Zeit und Energie reichen nicht immer für alles aus. Haben wir keine mehr übrig, kann das Ablehnen einer Bitte vor Stress und Unzufriedenheit schützen. Welchen Benefit versprechen wir uns, wenn wir nicht nein sagen und unsere eigenen Ressourcen zur Verfügung stellen? Wie können wir diesen Benefit auch anders auch sicherstellen? Die Klärung dieser ganz persönlichen Fragestellungen unterstützt ein klares, freies und freundliches NEIN.  

Sich selbst lieben, auf sich achten

Was an uns lieben wir? Uns selbst oder das was andere uns spiegeln? Was in uns erkennen wir? Was sehen wir? Sehe ich mein Potential und den Schatz meiner Erfahrungen oder lediglich das, was andere mir zugestehen, mir zeigen oder suggerieren? Liebe kennt ja bekanntlich keine Grenzen. Hierzu eine Frage, die wir selbst uns vermutlich nicht häufig genug stellen: Was an mir liebe ich grenzenlos?

Gestatten wir uns, uns selbst wieder zu lieben. Unsere Beziehung zu uns selbst ist von großer Bedeutung. Denn aus dieser gewinnen wir Motivation und Selbstvertrauen. Nehmen wir uns Zeit und Energie für uns selbst. Investieren wir in uns und unsere Entwicklung und achten auf unsere Zufriedenheit. Kurzum, übernehmen wir die volle Verantwortung für uns. Der Nachteil – Excuses funktionieren nicht mehr ganz so gut ;) .

Self-Empowerment ist ein Prozess, indem wir unser eigenes Mindset entwickeln und erweitern. Wir fokussieren, was uns wirklich wichtig ist und nutzen unsere Stärken selbstbestimmt.

Self-Empowerment für Kollegen und Mitarbeiter

Lassen wir uns als Führungskraft auf Self-Empowerment ein, so legen wir gleichzeitig den Grundstein für unsere Mitarbeiter und Kollegen.

In dem erreichten Zustand verfügen wir über Skills und Eigenschaften, die auf die Mitarbeiter einwirken. Wir initiieren einen Wandel. Diesen können wir durch gezielt gesetzte Impulse weiterhin unterstützen.

Es wird ein Umfeld geschaffen, indem Motivation, Vertrauen, Zufriedenheit und Erfolg ermöglicht werden. Das ist gesund und macht Spaß.

Die Haltung sich selbst zu stärken

Entscheiden wir uns dafür, uns selbst zu empowern, entscheiden wir uns dafür, bewusst zu handeln. Wir geben uns selbst die Werkzeuge in die Hand, unser Leben zu gestalten und alle Herausforderungen zu schaffen. Wir folgen nicht mehr nur dem Pfad, auf dem wir zufällig gelandet sind, sondern bauen uns selbst Wege und schaffen Alternativen.

Unsere Frage der Woche: Wozu möchte ich mich selbst befähigen?