Vorstellungen, Vorhaben und gesetzte Ziele erreichen, eigene Leistung verbessern und das Durchhaltevermögen stärken.

Die Umsetzungskompetenz, oder auch Volition, beschreibt die Fähigkeit, auch trotz Hindernisse das angestrebte Resultat zu erreichen. Den Willen Ängste, Ziellosigkeit und Unentschlossenheit zu überwinden. Der Antrieb zum Erfolg.

Raus aus der „Aufschieberitis“ und rein in das Machen mit Freude und Disziplin.

Resilienz, Umsetzungskompetenz und Volition

Im Inneren und im Äußeren -  Hindernissen begegnen wir oft. Dabei können diese sich als Unlustgefühle, Unentschlossenheit, Ängste, Ziellosigkeit, Antriebslosigkeit oder wenig Selbstvertrauen zeigen.

Diese veranlassen uns, an der sogenannten „Aufschieberitis“ zu erkranken. Wir schieben Dinge auf, führen Aufgaben nicht zu Ende oder Zögern vor Entscheidungen. Prokrastination tritt immer dann auf, wenn wir unseren inneren Schweinehund begegnen, und diesen die Kontrolle geben.

Umsetzungskompetenz ist die Fähigkeit, Ziele und Motivation in Ergebnisse umzusetzen. Denn alle stark ausgeprägten Kompetenzen und alles Wissen helfen nicht weiter, wenn sie nicht zu Resultaten umgesetzt werden (können). Das ist die „Knowing-Doin-Gap“.  Wir haben viel Wissen in uns, können es aber nicht wegen den Hindernissen umsetzten.

Möchten wir unsere Volition stärken, so betrachten wir zunächst unsere Umgebung. Oder vielmehr: Wir achten auf sie. Welche Präsenz haben wir? Welche Signale senden wir nach Außen, welche empfangen wir? Worauf legen wir unseren Fokus, unsere Aufmerksamkeit hin?


Was wir im Inneren fühlen und denken, strahlen wir aus. In unseren Handlungen oder in unserer Kommunikation. Auf diese Signale können wir aufmerksam achten und sie aktiv steuern. Akzeptieren wir alle Facetten unseres Selbst, wie Stärken, Schwächen oder Nicht-Wissen, so bejahen wir uns selbst. Aus dieser Position ist der Satz „Ja, ich kann es!“ nicht nur Worte, sondern unsere eigene Überzeugung.

Ist unsere Umgebung und unsere Präsenz ausgerichtet, geht es an den Startpunkt. Wir aktivieren die Quellen unserer Motivation. Denn sie ist unsere Willensbildung und auf ihr basiert die gesamte Umsetzung. Wie sieht unsere Willenskraft aus, die gewünschten Resultate zu erreichen?

Was möchten wir schaffen? Warum möchten wir das?

„Der Wille versetzt Berge“. Wir schaffen alles was wir wollen. Richtig? Stellen wir uns im Allgemeinen Willen vor, so sehen wir oft einen Helden wie Superman, der alles hinbekommt, was er sich vornimmt. Sehen wir uns in der Realität nach Volition um, so sind das normale Menschen. Das fehlende Cape wird durch das Talent ersetzt, in schwierigen Verhältnissen, mit den einfachsten Mitteln, etwas zu erreichen. Sie besitzen nicht nur das fachliche Wissen, sie erzielen auch Ergebnisse. Sie machen es, wie die Hidden Champions.

Was macht sie aus? Wie sieht Umsetzungskompetenz aus? Und wie können wir das für uns umsetzten?

Um sich die Kompetenz anzueignen, teilen wir diese in ihre Bestandteile auf. Sie gliedert sich aus fünf Erfolgsfaktoren:

  • Fokussierung auf das Wesentliche
  • mentale Energien selbst steuern
  • Beziehung und Findung des tieferen Sinns und der Selbstdisziplin
  • vorausschauende Planung
  • Selbstvertrauen in die eigene Leistung

Mit diesen Ausrichtungen werden aus Zielen Erfolgserlebnisse.

Schätzen wir uns selbst in diesen Fähigkeiten ein, so entsteht ein Stärken-Schwächen-Profil. Wo sind wir besonders gut? An welcher Kompetenz möchten wir noch arbeiten?

Die Basis für die Einschätzung unsere Stärken und Schwächen, ist unser eigener Anspruch. Was wird von uns in unsere Position konkret erwartet? Nach diesen richtet sich unser Profil aus. Zum Beispiel wird der Job eines Sportlers andere Kriterien als der eines Gastronomen erfordern. Klar formulierte Anforderungskriterien helfen, an den für uns wichtigen Kompetenzen zu arbeiten.  

Stellen wir uns vor, wir sind in der Position einer hohen Umsetzungskompetenz, und möchten eine Idee umsetzen. Wie fühlt sich das an?

Die Erfolgsfaktoren der Umsetzungskompetenz

Die Erfolgsfaktoren und Teilkompetenzen geben uns eine Richtung, in die wir arbeiten können und / oder Rückchecks machen können.

  1. Wir setzen uns wenige, dafür klare Ziele. Egal ob berufliche oder private – sie geben uns eine Orientierung. Wir können uns mit diesen identifizieren und ziehen daraus Motivation dieses zu erreichen. Die gesetzten Ziele können wir aufschreiben und immer wieder in Erinnerung rufen. Wissen wir worauf hin wir arbeiten und warum, so ziehen wir daraus Motivation für unser Handeln. Die richtigen Fragen stellen: Was? Warum? Wie? Auf welche Rahmenparameter muss geachtet werden? Wie gehen wir mit möglichen Hindernissen um? Welche Beeinflussungsfaktoren sind zu erwarten?
  2. Wir ziehen aus unseren vergangenen Niederlagen Erfahrung und Kraft, weil wir unsere Erfahrungen in wertvolle Lernschritte wandeln. Wir überzeugen uns selbst und andere das nächste Mal auf die Fehlerquellen zu achten, und es zu schaffen. Und aus unseren bisherigen Erfolgen, schöpfen wir Motivation und Selbstvertrauen in unser Können. Wir begeben uns selbst aus der hilflosen Opferrolle und werden aktiver Gestalter unserer Gedanken und somit auch unsere Gefühle. Mentale Energien selbst steuern: Was brauchen wir, um mental und emotional im Gleichgewicht zu bleiben? Wie können wir uns dies erfüllen?
  3. Stärken wir unsere Beziehungen. Persönliche, vertrauensvolle Beziehungen stärken unser Selbstbewusstsein und unsere Leistungen. Soziale Integration ist reger Austausch auf Kompetenz-Ebene sowie persönliches Feedback. Networking aufbauen: Bei wem fangen wir an? Was haben wir zu geben?
  4. Handeln, bevor uns die Umstände dazu zwingen. Wir erkennen Probleme frühzeitig oder denken voraus und lösen diese, bevor sie entstehen. Wir stellen Pläne auf, die mögliche Konsequenzen und/ oder Entwicklungen einbeziehen. Umfeld aufmerksam wahrnehmen: Veränderungen und Entwicklungen aufnehmen. Annahmen verifizieren. Sich erlauben flexibel zu reagieren.
  5. Wir identifizieren uns mit unserer Arbeit, da wir den Sinn kennen. Dieser führt uns mit unseren Werten zu Inspiration und Leistungsfreude. Wo können wir uns in unserer Arbeit verwirklichen? Welche Aspekte möchten wir in unserer Arbeit erleben? Wie können wir diese erleben? Welchen Sinn und welche Perspektive sehen wir kurz-/ mittel-/ langfristig in dieser Funktion?

Setzten wir dies an konkreten Aufgaben in unseren Alltag an. Welcher Aufgabe geben wir ein Ziel? Aus welchen Erlebnissen ziehen wir Kraft/ Vertrauen? Wie finde ich den Sinn meiner Arbeit?

Fragen die uns in die Selbstreflexion führen. Aus dieser und mit unseren Erfahrungen ist es leichter Lernschritte für unsere persönliche Weiterentwicklung zu definieren.

Setzten wir unsere anvisierten Ergebnisse um, so stärken wir auch unsere Resilienz, unsere Fähigkeit trotz widriger Verhältnisse und Hindernissen, Resultate zu schaffen. Unsere Selbstwirksamkeit verändert sich in die Richtung, dass uns bewusstwird, was wir alles schaffen können.

Resilienz fördern und Umsetzungskompetenz stärken

Umsetzungskompetenz ist eine Fähigkeit, die unabhängig von Wissen und bisherigen Skills, unsere Handlungen entscheiden kann. Es ist nicht genug, über Exzellenz und Wissen verfügen zu können, sondern es ad hoc abrufen, abbilden und performen zu können. Für sie ist unsere Resilienz und unsere Selbstwirksamkeit gefragt.

Bestimmen wir worauf wir unseren Fokus legen und öffnen wir die Quelle unserer Motivation und lenken die Kraft in die gewünschte Richtung. Über jedes Hindernis und jeden Staudamm hinweg. Setzten wir es um.

Was wollen Sie als nächstes erreichen? Orientieren Sie sich an den fünf Erfolgsfaktoren.