„Das machen wir bestimmt mal!“ – und tun es dann doch nie. Oder bereits zu einer Verabredung zugesagt und dann irgendwie… hast du doch keine Lust darauf? Vielleicht hast du auch beruflich solche Erfahrung gemacht, dass du dich plötzlich nicht mehr verantwortlich siehst für eine dir zugeteilte Aufgabe, weil du dich ihr nicht gewachsen fühlst oder sie dir nicht mehr so wichtig ist. Die Frage, wie du dich nun doch noch herauswinden kannst und schon Ausreden hast du auch schon parat - natürlich mit einem schlechten Gewissen. Nun ja, die heutige Zeit ist eben flüchtig, unsicher, komplex und mehrdeutig. Gar nicht so einfach, immer dazu zu stehen, was man versprochen hat. Warum es sich trotzdem IMMER lohnt, verlässlich zu sein – und wie dir das in deinem Alltag gelingt.

Dein Benefit von Verbindlichkeit

„Wer Verbindlichkeit will, muss Verbindlichkeit geben.“ Wenn man sich auf dich verlassen kann, erhöhst du damit die Wahrscheinlichkeit, das auch zurückzubekommen. Tu das, was du sagst und sorge so für Glaubwürdigkeit und Authentizität – damit dein Gegenüber sich gerne verbindlich zeigt. In der Theorie ganz einfach – aber wie kannst du das in deinem Alltag als Mitarbeiter oder Führungskraft umsetzen?

Sicher möchtest du dich verständlich machen und von anderen verstanden werden. Damit dein Handlungsimpuls an dein Gegenüber auch wirklich die vorgesehene Wirkung erzielt - zum Beispiel etwas zu tun, etwas zu unterlassen und, wie meistens im Business, eine Aufgabe zuverlässig zu übernehmen oder eine Entscheidung zu treffen. Du kannst Verbindlichkeit steuern: Durch eigenes verbindliches Handeln und Vorbild sein („Walk your talk“) und deiner Kommunikation.

Schaffe Verbindlichkeit mit deiner Kommunikation

  • Vereinbare klare und eindeutige Ziele und To-Dos – in wichtigen Fällen schriftlich – und terminiere sie. Und das am besten nach jedem Gespräch oder Meeting. Stelle nochmals klar heraus, was jeder Einzelne zu tun hat. „Wer macht was bis wann?“ Denn es liegt in deiner Verantwortung als Sender, dafür zu sorgen, dass dein Gegenüber verstanden hat, was du möchtest.
  • Kommuniziere das Warum, damit sich jeder mit dem Ziel identifizieren kann. Mit Fragen wie „Sind wir uns einig, dass…?“ kannst du sicherstellen, ob ein Commitment erzeugt wurde.
  • Lasse den Empfänger das Wichtigste zusammenfassen, um Missverständnisse zu vermeiden. „Was nimmst du aus diesem Gespräch mit? Wie gehst du jetzt vor?“
  • Überprüfe im Anschluss, ob die Ziele und To-Dos tatsächlich erledigt wurden: Frag einfach nach! Das soll nicht heißen, ein Kontrollfreak zu werden – aber es erhöht deine Glaubwürdigkeit, dass dir das Erledigen der Aufgaben wirklich wichtig ist.

Schaffe Verbindlichkeit mit deinem Handeln

  • Gehe mit gutem Beispiel voran. Das heißt: Das, was du versprichst, solltest du erfüllen. Das kannst du zum Beispiel in der Einhaltung von Terminen und deiner Pünktlichkeit widerspiegeln.
  • Erkundige dich nach den Ressourcen, die dein Kollege oder Mitarbeiter benötigt („Hast du alles, was du dafür brauchst?“). Unterstütze den anderen dabei, dass er diese zur Verfügung hat und lasse dich regelmäßig updaten: „Wie läuft es? Was brauchst du (noch)?“
  • Vermeide kurzfristige Änderungen im Plan. Wenn es dennoch nötig ist, erkläre das Warum, um glaubhaft zu bleiben und dein Gegenüber mitgeht.
  • Überprüfe, was dir wichtig ist. Glaubhaftigkeit erzeugst du, wenn du deine Werte nicht nur kennst, sondern auch nach ihnen handelst und offen kommunizierst, falls du einmal von ihnen abweichen musst.

Nimm Verbindlichkeit selbst in die Hand - denn verbindlich ist der, der Verantwortung für den Outcome übernimmt. Möchtest du in deiner Kommunikation weniger „Blabla“ und mehr Aktion?

Don't be a maybe. :)

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